Im Frühjahr 1936 trafen sich einige Harmonikafreunde
im Gasthaus "Hirsch" in Zusenhofen, um den Grundstein
für den Harmonika-Verein zu legen.
In der Vereinschronik wurden erwähnt: Josef Huber, Josef
Just, Emil Fieß, Karl Baumann, Max Benz, Franz Männle,
Franz Huber, Josef Huschle, Max Gerdes, Wendelin Roth (Nußbach),
Wilhelm Panter, Adolf Baumann und Hermann Lebfromm.
Nach der Gründungsversammlung konnte Herr Frank aus Unzhurst
als Dirigent gewonnen werden. Er baute den Klangkörper aus,
und es entstand unter seiner Leitung ein beachtliches Orchester. Zu
den wöchentlichen Proben im Schulhaus kam er mit dem Fahrrad
nach Zusenhofen. Parallel zur musikalischen Aufwärtsentwicklung
wirkte die mit hervorragender Umsicht agierende Vorstandschaft.
Sie lag zunächst in den Händen von Max Benz und später
von Josef Just.
Bereits im Jahr 1937 wurden mit befreundeten Vereinen in den Gasthäusern
"Linde", "Sonne" und "Hirsch" erste
Konzerte gegeben. Noch im gleichen Jahr wurde erstmals außerhalb
von Zusenhofen bei einem Fest in Unzhurst gespielt. Das war Ansporn,
weitere Konzerte im Ort folgen zu lassen, die von den Dorfbewohnern
freudig und dankbar aufgenommen wurden. Im Kriegsjahr 1940 mußte
das Vereinsgeschehen eingestellt werden. Die Mehrzahl der Männer
wurde zum Militär- und Kriegsdienst eingezogen. Vier
Vereinsmitglieder sind leider nicht mehr zurückgekehrt,
Emil Fieß, Karl Baumann, Max Benz und Franz Huber.
Am 15.Februar 1950 traf man sich zur Wiedergründung,
zu der sich folgende Spieler eingetragen haben: Bohnert Ludwig,
Panter Karl, Nock Michael, Nosch Harold, Ruf Josef, Serrer Ludwig,
Nock Richard, Knosp Eugen. Bis zur Generalversammlung wurde
Josef Huber als 1. Vorstand und Baumann Adolf als 2. Vorstand
gewählt. Am 25.August 1950 wurden beide in ihrem Amt
bestätigt.
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Die musikalische Leitung lag zunächst in den Händen von
Ludwig Bohnert. Später waren es die Herren Anselm Metzler,
Renchen, und Fritz Ruthmann aus Appenweier, die den Verein weiter
ausgebaut haben. In der Gründungsversammlung wurde auch der
neue Name "Harmonika-Club Edelweiß" festgelegt.
Im Jahr 1954 übernahm Michael Nock die Stabführung.
Mit gesteckten Zielen ging es mit den regelmäßigen
Übungsabenden weiter voran. Der Harmonika-Club Edelweiß
entwickelte sich zu einem ansehnlichen Orchester. Dank der guten
Jugendausbildung hat der Verein bis zum heutigen Tage keine
Nachwuchssorgen. An großen Bezirkstreffen mit den verbundenen
Wertungsspielen nahm der Club teil. Bei der Solistenmeisterschaft
konnte sich unser verstorbenes Mitglied Harold Nosch des
öfteren einen der ersten Plätze erspielen.
Im Jahr 1957 wurde Baumann Adolf zum ersten Vorsitzenden
gewählt, der die Geschicke des Vereins bis 1962 geführt
hat. Unter seiner Führung trat im Jahr 1960 in der festlich
geschmückten und überfüllten Gemeindehalle das
größte Akkordeon-Orchester der Welt aus dem Hause
Hohner unter Leitung von Rudolph Würthner mit seinen
Akkordeon- nebst Mundharmonika-Solisten auf.
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Der Harmonikaverein im Jubiläumsjahr 1961
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Obere Reihe von links nach rechts: Alfons Müller, Wendelin Roth,
Karl Huschle, Karl Panter
Mittlere Reihe: Walter Schaub, Hermann Lebfromm, Gerhard Grigo,
Otto Baier, Bruno Kohler, Harold Nosch, Alfred Feger,
Drobnik, Kohler
Untere Reihe: Xaver Emer, II.Vorstand Karl Walter, Dirigent Michael
Nock, I.Vorstand Adolf Baumann, Walter Siedler
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Aufgrund seiner Verdienste wurde Adolf Baumann zum Ehrenmitglied ernannt.
Ihm folgte Otto Baier, der im August 1967 allzu früh aus den
Reihen der Harmonikafreunde abberufen wurde. Dirigent Michael Nock
übernahm vorübergehend auch den Posten des 1. Vorstandes.
In der Generalversammlung 1971 wurde er durch Xaver Emer
abgelöst. In dieser Versammlung wurde auch der Vereinsname
"Harmonikaverein Zusenhofen" neu festgelegt.
Xaver Emer hat durch viel Umsicht und Einfühlungsvermögen
den Verein geführt. Aufgrund seiner Verdienste wurde er im
Jahr 1978 zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Mit Beginn des Jahres 1978
übergab er die Verantwortung an Wendelin Nock.
Am 24.Januar 1980 wurde der Verein in das Vereinsregister Nr.109
von Oberkirch eingetragen. Erster und zweiter Vorstand tragen ab
diesem Tag gleichberechtigt die Verantwortung des Vereins. Als
zweiter verantwortlicher Mann hat sich das langjährige
aktive Mitglied Walter Siedler eintragen lassen.
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Das Protokollbuch des Vereins weist eine lange Reihe von
Waldfesten, Konzerten in den Gastwirtschaften, Weihnachtsfeiern,
Fastnachtsveranstaltungen, Geburtstagsständchen und Teilnahme
bei Festen der örtlichen und befreundeten Verein auf.
Der Veranstaltungskalender in Zusenhofen wurde 1980 bereichert
durch das Eröffnungsfest im "Wäldele". Viele
Arbeitsstunden waren notwendig um diesen Platz außerhalb
des Ortes herzurichten. Dieses Fest ist aus dem
Veranstaltungskalender nicht mehr wegzudenken.
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Heute sind es über 100 Spielerinnen und Spieler aus den
umliegenden Ortschaften, die in den Orchestern und Gruppierungen
im Harmonika-Verein ausgebildet werden und dort musizieren.
Die jüngsten Harmonikafreunde sind im Schülerorchester
unter der Leitung von Michael Nock aktiv. Sie können nach
einiger Zeit des Übens und Lernens in die Jugendorchester II
und I überwechseln, bis sie später die Möglichkeit
haben, in das große Orchester aufzurücken.
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Aus den aktiven Reihen hat sich nach vielen Veranstaltungspleiten
1979 eine Stimmungs- und Tanzband mit dem klangvollen Namen
"Die fidelen Handorgler" formiert, die bis heute an
Attraktivität nicht verloren haben. Die Leitung und
Verantwortung trägt Manfred Schmitt. Die aktiven Helmut
Keppke, Walter Siedler, Manfred Kiefer, Manfred Schmitt und
Wendelin Nock tragen die Volksmusik weit über unsere
Landesgrenzen hinaus.
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Ab 01.01.1981 ist es dem Verein gelungen, Herrn Manfred Schmitt
als Jugenddirigent zu verpflichten. Mit viel Geschick und
Motivationsvermögen leitet er beide Jugendorchester.
Im Laufe der Geschichte konnte der Harmonika-Verein sehr viele
Freunde und Gönner hinzugewinnen. Im Sommer 1986 feierte
der Harmonika-Verein 3 Tage lang sein 50-jähriges
Jubiläumsfest. 50 Jahre Volksmusik, die sich aus kleinsten
Anfängen entwickelte und in einigen Jahrzehnten zu einer
großen Gemeinschaft von Harmonikafreunden formiert hat.
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Das 1.Orchester im Jubiläumsjahr 1986
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Obere Reihe: Kranz Günter, Huber Franz, Müller Franz,
Müller Alfons, Kiefer Manfred
Stehende Reihe: Dirigent Nock Michael, 1.Vorstand Nock Wendelin,
Kiefer Brigitte, Müller Silvia, Huber Monika, Bähr Gerda,
Knosp Heidi, Huschle Karl, Ell Rita, Grimmig Bernhard,
Harter Annemarie, Müller Peter, Ebert Monika, Spinner Peter,
Siedler Walter, Wagner Ursula, Keppke Helmut, Nock Klemens
Sitzende Reihe: Huschle Hannelore, Gerdes Ulrike, Schaub Johanna,
Ernst Christine, Kasper Brunhilde, Glatt Veronika, Schmidt Margot,
Nock Ulrike
Nicht auf dem Foto: Biehlmann Silvia, Engelhard Sabine, Müller
Kurt, Vetter Norbert, Roth Wendelin, Vogt Claudia
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1988 wird Willi Panter zum Ehrenmitglied ernannt.
Im Jahre 1990 ist Michael Nock nun 65 Jahre alt und seit der
Wiedergründung des Vereins im Jahr 1950 aktiv dabei.
Aufgrund des Golfkrieges im Jahr 1991 mußte die
Fastnachtsveranstaltung abgesagt werden. In diesem Jahr wurde
Michael Nock als Dirigent des I.Orchesters im Rahmen der
Weihnachtsfeier verabschiedet. Er wurde somit zum Ehrendirigenten
ernannt. Daraufhin wurde ein Seniorenorchester gegründet,
das Michael Nock leitete. Gleichzeitig wurde das I.Jugendorchester
zum I.Orchester unter der Leitung von Manfred Schmitt
zusammengeführt.
Bereits 1993 konnte der Harmonika-Verein Sabine Schmidt als
Dirigentin des Jugendorchesters verpflichten.
Im Rahmen des 60-jährigen Vereinsjubiläum im Jahre 1996
wurde Helmut Keppke nach 38 Jahren im Dienst des Harmonika-Vereines
verabschiedet.
Ihren Dirigentenstab gab Sabine Schmidt 1999 an Nicolai König
weiter und wurde somit verabschiedet. Gleichzeitig begann Ulrike
Schneider im Frühjahr 1999 mit der Ausbildung des
Schülerorchesters.
Insgesamt konnten in dieser Zeit viele aktive Mitglieder geehrt
werden. Gerne blickt man zurück und vergleicht mit dem
heutigen Stand. Hier ist es sehr erfreulich, daß der Verein von
Jahr zu Jahr eine stetige Aufwärtsentwicklung verzeichnen
kann.
Sehr gut besucht waren auch die Kirchenkonzerte des
Harmonika-Vereines, deren Erlös Mucoviszidose- und
krebskranker Kinder, Tschernobyl-Kinder und einer neuen
Kirchenorgel zugute kam.
Allen Mitstreitern gebührt an dieser Stelle ein Wort des
Dankes, besonders aber auch den vielen ehrenamtlichen Helferinnen
und Helfern, ohne deren Unterstützung ein Verein mit so
vielfältigen Aufgaben nicht zu halten wäre.
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